DraftKings könnte über einen Zeitraum von 10 Jahren Aktien im Wert von 18 Milliarden US-Dollar zurückkaufen, sagt ein Analyst
In den nächsten zehn Jahren könnte DraftKings (NASDAQ: DKNG) einen erheblichen Teil seiner Aktien kaufen und möglicherweise Stammaktien im Wert von bis zu 18 Milliarden US-Dollar einziehen.
Dies ist die Meinung des Morningstar-Analysten Dan Wasiolek, der in einer aktuellen Studie die finanzielle Solidität des Glücksspielunternehmens hervorhob und darauf hinwies, dass der größte Teil dieser Rückkaufaktivitäten wahrscheinlich in der zweiten Hälfte der 10-Jahres-Schätzung stattfinden wird. Die starke Finanzlage des Betreibers zeigt sich darin, dass DraftKings das Potenzial hat, auf diesem Niveau Kapital an Investoren zurückzuzahlen.
„Wir halten die finanzielle Lage von DraftKings für äußerst solide“, bemerkt Wasiolek. „Das Unternehmen verfügt weiterhin über eine Nettoliquidität und verfügt Ende 2024 über 1,33 Milliarden US-Dollar an Barmitteln gegenüber 1,26 Milliarden US-Dollar an langfristigen Schulden, deren Fälligkeit nicht vor 2028 geplant ist. Darüber hinaus verfügt DraftKings über 500 Millionen US-Dollar in einem ungenutzten Revolver.“
Das in Boston ansässige Unternehmen DraftKings befindet sich mitten in einem Rückkaufplan in Höhe von 1 Milliarde US-Dollar, der vor einem Jahr bekannt gegeben wurde und im Rahmen dessen es in der ersten Hälfte dieses Jahres 6,5 Millionen Aktien einzog. Allerdings hat das Unternehmen nicht erklärt, dass es beabsichtigt, in den nächsten zehn Jahren Aktien im Wert von 18 Milliarden US-Dollar zurückzukaufen.
Angesichts der aktuellen Marktbewertung von DraftKings von 22,69 Milliarden US-Dollar wäre eine Rückkaufaktivität von 18 Milliarden US-Dollar, selbst über einen Zeitraum von zehn Jahren, enorm. Sollte es dazu kommen, würde es die Anzahl der durch Insiderverkäufe auf den Markt gebrachten Aktien deutlich reduzieren.
DraftKings bietet technologische und Produktvorteile
Obwohl es auf dem US-amerikanischen Markt für Online-Sportwetten einen harten Wettbewerb gibt, haben DraftKings und FanDuel ein scheinbar unzerbrechliches Duopol aufgebaut. Einer der Faktoren, die DraftKings zu einem Branchenführer machen, sind seine Investitionen in Technologie und Produkte.
Da die Fußballsaison fast vor der Tür steht, könnten die Produktinvestitionen des Sportwettengiganten, zu denen auch der Schwerpunkt auf In-Game-Wetten gehört, ein kurzfristiger Treiber sein. Die Wall Street hat ihre Fähigkeit gelobt, Akquisitionen durchzuführen, um ihren Technologie-Stack und ihr Produktportfolio zu erweitern.
„Trotz des anhaltenden Wettbewerbs und der Gefahr einer verschärften Regulierung glauben wir, dass die starke Technologie und das Produktangebot von DraftKings einen Markenvorteil schaffen, der die Quelle seines schmalen Burggrabens ist“, fügt Wasiolek hinzu. „Die interne Technologieplattform von DraftKings (erworben im Jahr 2020) ermöglicht mehr Kontrolle bei der Nutzung von Kundendaten und der Einführung neuer Produkte.“
Trotz wachsender Konkurrenz im Bereich Online-Sportwetten hat DraftKings laut dem Morningstar-Analysten seinen Spitzenplatz beim Umsatz behauptet und der Betreiber profitiert von besseren In-Game- und Parlay-Angeboten.
Außerdem hat DraftKings einen Markenvorteil.
Morningstar unterstreicht die außergewöhnliche Markenbekanntheit von DraftKings und bietet dem Betreiber einen schmalen Burggrabengrad, der besser ist, als keinen Burggraben zu haben. Auch wenn DraftKings keinen großen Burggraben hat, könnte ein wettbewerbsfähiger Burggraben letztendlich die Marktanteile steigern.
„Während der Wettbewerb in diesem Bereich stark ausgeprägt ist, sehen wir immer mehr Anzeichen dafür, dass sich DraftKings‘ kritischer Anteil am digitalen Umsatz in den USA als dauerhaft erweist“, sagte Wasiolek.
Er weist darauf hin, dass DraftKings bis 2029 eine durchschnittliche jährliche Umsatzwachstumsrate von 21 % verzeichnen könnte.